Renaissance in der Musik

Renaissance

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Gabrieli und Morley

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Die Renaissance in der Musik: Das 15. und das 16. Jahrhundert

der Begriff Renaissance wurde 1550 erstmals angewendet. Es geht um die Musik des 15. und 16. Jahrhunderts. Renaissance bedeutet Wiedergeburt des Menschen aus der bewussten Begegnung mit der antike. Nicht nur in der Architektur, sondern auch in der Musik gilt diese Faustregel. Der Mensch war in der antike zum Maß aller Dinge geworden. Mit dieser so genannten Entdeckung des Menschen geht die neuzeitliche Entdeckung der Natur und der Welt einher. Die Renaissance ist das Ende des Mittelalters. Amerika wurde entdeckt, neuzeitliche Naturwissenschaften erlebten ihren Aufschwung, zum Beispiel durch Galileo Galilei oder Kopernikus, und durch Gutenberg wurde der Buchdruck erfunden. Natürlich fand die Musik des 15. und 16. Jahrhunderts zur Orientierung an der antike keine Originale vor wie andere Künste, doch lassen sich Renaissance-Elemente auch in ihr aufzeigen. In erster Linie entwickelt sich eine Schichtung von Polyphonie, der Akkord entwickelt sich. Quint-und Oktave Klänge werden von weichen Terzen und Sexten überflutet, die Harmonie wird sozusagen entdeckt. Die funktionale Dreiklang-Harmonik bereitet sich vor. Statt der gekräuselten gotischen Linie wird die einfache Melodie zum Ideal. Rückt man werden zu einer pulsierenden Lebendigkeit und neu ist auch die Forderung nach Natürlichkeit in der Musik. Die Musik soll die Natur nachahmen, in dem sie als Vokalmusik den Text nachahmt. Das bedeutet, dass die Gefühle und Ausdrücke, die der Mensch durch die Natur wahrnimmt, in der Musik Ausdruck finden sollen.

Parodie als Stilmittel der Renaissance

zu den Stilmerkmalen der Renaissance gehört die Parodie. Eine weltliche Liedmelodie ersetzt den liturgischen Choral. Es gibt viele Bearbeitungen und Parodien. Erst das Tridentiner Konzil spricht sich gegen das Parodie Verfahren aus.

Kadenzen

in der Renaissance wurden sozusagen die Kadenzen erfunden. Die bestimmte Bedeutung, Funktionalität und Aufgabe von Akkorden und Tonalität eines Stückes wird in Ansätzen analysiert und besprochen. Es gibt erste funktionale Zusammenhänge: der Tenor erreicht wie in der Einstimmigkeit den Schluss Ton eines Werkes in ganz Tonschritt von oben. Einen Halbtonschritt gibt es nur bei einem phrygischen Schluss. Der Sopran steigt in Gegenbewegung zum Tenor sekundweise aufwärts, meistens Halbtöne. Er hat den Leitton.